Was ist der Numerus Clausus?


Der Numerus clausus (zu deutsch: beschränkte Anzahl) tritt immer dann ein, wenn zu wenig Studienplätze für die vorhandenen Bewerber verfügbar sind. Der Numerus clausus setzt sich aus der Abiturnote und den vorhandenen Wartesemestern zusammen. Ein Wartesemester ist ein halbes Jahr, in dem der Bewerber weder an einer deutschen Hochschule, noch an einer im Ausland eingeschrieben war. Der Numerus clausus, auch NC genannt, wird jedes Semester neu bestimmt.

Welche Vorteile hat der Numerus clausus?

Der Numerus clausus hat vor allem für die Universitäten und die Hochschulen einen Vorteil. Er bietet ein Auswahlverfahren. Auf jeden Studienplatz bewerben sich bis zu 10 Abiturienten und mehr. Durch den Numerus clausus sollen überfüllte Hörsäle vermieden werden. Viele Befürworter des Numerus clausus geben an, der ehrgeizige Bewerber könnte den Nc als Ansporn nutzen, um seine Leistungen zu maximieren und auf ein neues Level zu heben. Diese Theorie hat allerdings einen kleinen Schönheitsfehler, da die Abiturnote aus allen Noten, die der Abiturient erreicht hat, berechnet wird. Das heißt, wenn ein Bewerber eine schlechte Note hat, egal ob diese nun in einem Fach vorhanden ist, dass wichtig für sein späteres Studium sein könnte, wird die Abinote verschlechtert. Außerdem wird der Numerus clausus, wie oben erwähnt, jedes Semester neu bestimmt und gibt daher wohl eher einen schlechten, da veränderbaren, Anhaltspunkt. Zusätzlich gilt das weitere Kriterium der Wartesemester, es werden also nicht alle Bewerber mit einer guten Abinote auch sofort aufgenommen. Ein Vorteil, der allerdings von Gegnern des NC angeführt wird, ist, dass der Numerus clausus um einiges günstiger ist, als ein gründlicheres Auswahlverfahren durchzuführen.

Und welche Nachteile hat er?

Gegner bemängeln die “Vorverurteilung”, wie es oft genannt wird, durch die Abiturnote, die im Numerus clausus Beachtung findet. Sie geben an, dass Noten weder etwas über die Leistungsbereitschaft, noch über die Intelligenz des Bewerbers aussagen. In der Tat stellt sich eine Prognose für den Studienerfolg aufgrund von Noten auch für Experten als schwer da.

Was bedeutet das?

Es bedeutet vor allem, dass ein Bewerber sich zwar um eine gute Abiturnote bemühen muss, er sollte sich aber nicht unter zu großen Druck setzen. Nicht alle Bewerber mit einer ausgezeichneten Note werden sofort genommen. Allerdings bedeutet eine Absage nicht sofort eine Absage. Viele Bewerber, die einen Studienplatz bekommen haben, brechen das Studium ab oder wechseln das Studienfach. Es werden auch einige Bewerber vorher absagen. Danach rückt der Nächste von der Warteliste nach. Die Wartesemester können auch positiv genutzt werden, etwa um eine Ausbildung oder Praktika in verschiedenen Bereichen zu machen. Dadurch erhält der zukünftige Student nicht nur einen Einblick in verschiedene Fachrichtungen, sondern auch einen Überblick über seine Fähigkeiten. Eine Berufsausbildung ist auch insofern von Vorteil, dass diese mindestens in späteren Bewerbungen einen positiven Eindruck macht. Eine flexible Stelle in dem erlernten Beruf bietet eine gute Einnahmequelle während des Studiums und gibt finanzielle Sicherheit.

Bildquelle: Peter von Bechen / pixelio.de

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